DCU 1. Bundesliga - 2021/2022

Morenden Fehlstart ist perfekt!

CKC Morenden Bayreuth (5293) : SKG Bad Soden-Salmünster (5297)

Morenden Bayreuth legt einen klassischen Fehlstart hin. Mit 2 Heimniederlagen und einer auswärts Pleite grüßt man vom Tabellenende. Mit so schwachen Heimleistungen gehört man zu den Abstiegskandidaten. Einige Spieler sind noch nicht ganz fit und andere scheinen das Kegel verlernt zu haben. Schwaches Räumen und eine hohe Fehlerquote bestätigen die schwache Form. Einzig das auch weiterhin starke Schlusspaar zeigte Bundesliga Niveau. Doch dies reicht selbst zu Hause nicht aus und so verschenkt man wieder zwei Punkte und eroberte den letzten Tabellenplatz. Es muss sich schnellstens etwas ändern, vielleicht sollte man auch in Betracht ziehen den einen oder anderen Spieler aus der zweiten Mannschaft zum Einsatz zu bringen, den schlechter geht es ja fast nicht mehr. Es sind Änderungen notwendig, wenn man das Ruder rumreißen will. Natürlich war der Aderlass mit den Wechseln der Spitzenspieler Steffen Hönninger und Torsten Depta groß. Doch auch in der aktuellen Besetzung sollte man eigentlich noch stark genug sein um zumindest die Heimspiele zu gewinnen.

Stefan Landmann (841) und René Ott (855) bildeten das Startpaar, schon da merkte man das Sand im Getriebe ist, der sonst sehr starke Stefan Landmann kämpft noch mit den Nachwehen seiner Knieoperation und spielte für seine Verhältnisse ein sehr schwaches Ergebnis und unterlag damit Daniel Klüber (856) knapp mit 15 Kegel. Auch René Ott (855) hatte nicht genug Zielwasser getrunken, er unterlag dem starken Michael Klüber (938) mit 83 Kegel, Morenden wirkte geschockt. Im Mittelpaar spielte Marco Schubert (878) solide, aber auch mit viel Luft nach oben. So konnte er gegen Sebastian Christe (874) nur magere 4 Kegel nach Hause bringen. Sein Partner Martin Schreglmann (828) kommt einfach aus seiner Formkrise nicht heraus und spielte wieder sehr schwach. Dies hatte zur Folge, dass sich Björn Bonarius (912) fast ohne Gegenwehr mit 84 Kegel bedienen konnte. Was für ein Schock, vor dem Schlusspaar lag man wohlgemerkt auf der Heimbahn fast aussichtslos mit 178 Kegel zurück. Doch das Morenden Schlusspaar nahm den Kampf an und legte eindrucksvoll los. Jetzt folgte nichts für schwache Nerven, es entwickelte sich ein Krimi mit Herzschlagfinale. Michael Prill (950) legte gleich gut los und setzte seinen Gegner René Hagenbach (877) unter Druck. Julian Böhm (941) ließ sich ebenfalls nicht lumpen und schoss ein richtiges Feuerwerk ab. Auf seiner ersten Bahn zeigte er kegeln vom feinsten und legte 263 Kegel vor. Der Gegner wurde zusehends nervöser. Julian erspielte sich auf die ersten 100 Kugel ein Ergebnis von 505 Kegel, was in Bayreuth schon eine gewaltige Hausnummer ist. Beide Morenden holten schon mal 97 Kegel zurück, noch fehlten 81 Kegel zum Happyend. Es ging genauso dramatisch weiter, Morenden holte Kegel um Kegel zurück und führte sogar kurz vor Schluss einmal und die letzten Kugeln mussten das Spiel entscheiden. Doch da fehlte das Quäntchen Glück um sich noch den Sieg holen zu können. Michael Prill sicherte sich die Tagesbestleistung (wahrscheinlich ein schwacher Trost) und besiegte Rene Hagenbach mit 73 Kegel und Julian Böhm überrollte Thomas Klüber (840) mit 101 Kegel. Doch leider blieb den beiden Kämpfern mit 4 Kegel der Erfolg vergönnt und Morenden musst die dritte Niederlage quittieren.

Stimmen zum Spiel:
Rüdiger Niebergall (Teamchef CKC Morenden)
Glückwunsch zum Sieg, was wir heute vorne raus gespielt haben war unterste Schublade und schon fast unerträglich. Ihr habt in Bayreuth gewonnen, Glückwunsch, das passiert nicht oft, von uns müssen sich aber einige an die eigene Nase packen.

Björn Bonarius (Spielführer SKG Bad Soden-Salmünster)
Mir fehlen fast die Worte, ich habe nicht gedacht das es zum Ende nochmal so spannend wird. Wir wissen selbst wenn es bei euch normal läuft, dass wir nicht mit 180 Holz ins Schlusspaar gehen. Das es dann noch so spannend wird unfassbar, Respekt an eure zwei Schlussleute, die haben wirklich sehr gut gespielt. Ich denke ihr werdet jetzt zu Hause nichts mehr groß verlieren, denn die Bahnen sind wirklich schwer zu spielen. Dass ihr besser spielen könnt das wissen wir alle, wir sind froh die beiden Punkte mitnehmen zu können.