DCU 1. Bundesliga - 2020/2021

Morenden verpatzt den Saisonauftakt!

CKC Morenden Bayreuth (5346) : PSV Franken Neustadt (5425)

Endlich war es so weit die lang ersehnte Saison wurde angepfiffen. Der durch Corona verzögerte Saisonstart zehrte doch an der Geduld aller Spieler. Doch es gab auch für die Ligen Leitung bzw. das Präsidium viel Arbeit und Bauchschmerzen bis es jetzt wirklich los gehen konnte. Es wird eine besondere Saison mit vielen regionalen Besonderheiten, es wird viel Verständnis, Eigenverantwortung und Rücksicht von Nöten sein um die Saison durchzubringen. Ob dies klappt liegt auch nur zum Teil an allen Spielern und Vereinen, der Virus und die Politik geben hier klar den Ton an. Das es aber gehen kann hat der erste Spieltag gezeigt, bezugnehmend auf das Spiel in Bayreuth muss man sagen, dass das Bayreuther Konzept von allen Beteiligten weitgehendst eingehalten wurde und Spieler und Zuschauer sich doch sehr verantwortungsvoll verhielten. Ein negativer Punkt im Spiel ist sicherlich das aufgrund Corona verordnete Anfeuerungsverbot. Dadurch werden doch manche Spieler der zusätzlichen Motivation beraubt und das nerv tötende Geklatsche ist nicht annähernd ein Ersatz. Sicherlich muss hier und dort noch an den Stellschrauben gedreht werden, doch das ist normal so etwas gab es noch nie und man lernt von Spieltag zu Spieltag dazu. Corona wird uns noch lange begleiten und wir müssen lernen damit umzugehen und zu leben, ein erster Schritt im Kegelbereich ist getan, wenn alle mitwirken und ihrer Verantwortung gegenüber sich selbst und vor allem auch dem Gegenüber bewusst sind, dann ist schon viel erreicht.

Der Spielplan sorgte gleich für das oberfränkische Derby der 1. Bundesliga, die beiden Aufsteiger PSV Franken Neustadt und CKC Morenden Bayreuth mussten gleich die Klingen kreuzten. Bisher ging bei den Spielen in Bayreuth immer die Heimmannschaft siegreich von der Bahn. Doch diverse personelle Veränderungen sorgten doch für Offenheit über den Spielausgang. Nach dem Startpaar sah es noch so aus als würde alles seinen normalen Verlauf nehmen. Stefan Landmann (961) spielte wieder groß auf. Stefan hat auch den gedanklichen Umbruch von zweiter Liga zur ersten Liga schon vollzogen und präsentierte sich voll motiviert. Er besiegte den guten Jürgen Bieberbach (924) mit 37 Kegel. Auch Stefan Kullmann (909) kam wie Phönix aus der Asche. Nach schwerer Verletzung und mehrerer Wochen Ausfall, hatte er nur zwei kleine Trainingseinheiten. Er zeigte aber was gehen kann, wenn man sich fokussiert. Er konnte dem starken Neuzugang der Puppenstädter Patrick Kalb (906) mit 3 Kegel in Schach halten. Dies konnte man so nicht erwarten doch bei Patrick Kalb sah man doch öfter ein Kopfschütteln aufgrund des Fallergebnisses der Bahn. Doch im Mittelpaar folgte dann leider ein schwerer Blackout. Während Morenden Neuzugang Torsten Depta (943) sich hervorragend einfügte und in seinem ersten Spiel für Morenden voll überzeugte, ging auf der Nebenbahn alles schief. Doch noch sah es ja gut aus, Torsten Depta kam immer besser ins Spiel und der anfänglich sehr starke Bastian Bieberbach (902) verlor Kegel um Kegel. So konnte Torsten Depta für einen Gewinn von 41 Kegel sorgen. Doch in der anderen Paarung wurden Geschenke verteilt. Bei der Wechselorgie hatte das Trio René Ott (263), Martin Schreglmann (335) und Bastian Landmann (190) massivste Probleme dem Spielgeschehen zu folgen. Hier wurde Neuzugang Marco Schubert doch sehr vermisst, dieser wird erst im nächsten Spiel eingreifen können. Durch das schwache Spiel der Bayreuther kam der alte Haudegen Dietmar Gäbelein (907) immer besser ins Spiel, seine Erfahrung brachte die Franken aus Neustadt wieder zurück ins Spiel. Er sicherte gegen den Morenden Totalausfall wichtige 118 Kegel. Neustadt verwandelte den Rückstand in 37 Kegel Vorsprung. Zu allem Pech zeigte sich auch das Bayreuther Schlusspaar von dieser negativen Leistung geschockt. Den Julian Böhm (871) und Michael Prill (874) spielten auch weit unter ihren zuletzt gezeigten Leistungen, so konnten sie dem Spiel keine andere Richtung mehr geben. Julian Böhm konnte zwar Michael Mossburger (857), der sicherlich kein Freund der Bayreuther Bahn werden wird, mit 14 Kegel im Schach halten. Doch sein Partner Michael Prill musste dem guten Steffen Hönninger (929) 55 Kegel überlassen. Steffen Hönninger machte für seine neuen Farben, er wechselte ja von Morenden zum PSV Neustadt, den Sack zu, er überzeugte in seinem alten „Wohnzimmer“ genauso wie die gesamte Neustädter Mannschaft, die diesmal mehr Geschlossenheit zeigte und sich ihre bisher beste Leistung in Bayreuth erspielte. Der CKC Morenden Bayreuth bekam gleich mal eine Watsche zum Saisonstart, jetzt heißt es Mund abwischen, erkennen wo man jetzt spielt und nach vorne schauen. Diese Niederlage tut zwar weh, das hätte nicht sein müssen, doch es ist noch kein Beinbruch. Das man in dieser Saison nur um den Klassenerhalt kämpft und selbst das ein mehr als schwieriges Unterfangen wird scheint in manchen Köpfen noch nicht angekommen zu sein. Die Mannschaft muss sich wieder auf das wesentliche konzentrieren und zwar auf sich selbst. Der Teamchef wird ein paar Stellschrauben drehen und im nächsten Spiel alles versuchen damit die Mannschaft auch ihren Heimvorteil nutzen kann.

Stimmen zum Spiel:
Rüdiger Niebergall (Teamchef CKC Morenden)
Glückwunsch an Neustadt, einige meiner Spieler haben heute eine katastrophale Leistung geboten. Mit solchen Ergebnissen braucht man kein Spiel gewinnen. Wenn meine Spieler in der Bahn stehen und mit den Armen wedeln ist das für mich unverständlich. Wir waren eigentlich gut vorbereitet und dann so etwas einfach unverständlich!

Jürgen Bieberbach (Spielführer PSV Franken Neustadt)
Vielen Dank für die Glückwünsche, wir hatten uns natürlich vorgenommen das Ganze heuer etwas ausgeglichener und spannender zu gestalten. Das ist uns am Anfang nur bedingt gelungen, den Stefan hat wieder eine riesen Nummer gezeigt. Uns ist aber gelungen zumindest fünf Mann mit ordentlichen Leistungen für die Bahnverhältnisse durchzubringen. Das war letztendlich der ausschlaggebende Punkt und so sind wir damit auch der verdiente Sieger und darüber bin ich auch sehr glücklich.