9. Spieltag - DCU 2. Bundesliga Nord

Kantersieg im Spitzenspiel und Déjà-vu!

CKC Morenden Bayreuth (5559) : PSV Franken Neustadt (5328)

Derbytime und Spitzenspiel, dies waren bisher immer die Attribute, wenn es gegen die Franken aus Neustadt geht, so auch dieses Mal. Spiele gegen des PSV Franken Neustadt haben immer einen besonderen Reiz, die Mannschaft der Puppenstädter hat sehr viel Qualität und gehört sicherlich mit zu den besten Mannschaften im Erstligaunterbau. Als Absteiger aus der Bundesliga lag die Favoritenrolle natürlich bei den Neustädtern, auch wenn dies im Vorfeld verneint wurde. Das Morenden zu Hause immer für einen Kracher gut ist bewies man im Spitzenspiel vor 2 Jahren an gleicher Stelle als man gegen dem PSV Franken Neustadt mit Bahnrekord siegte. Das es diesmal wieder so laufen sollte ist unglaublich, den in der Nacht vor dem Spiel gab es wieder eine Hiobsbotschaft Martin Schreglmann zog sich eine Unterkörper Verletzung zu und musste absagen, Schrecksekunden! Doch die Mannschaft von Teamchef Rüdiger Niebergall ließ sich davon nicht beirren und wuchs wieder über sich hinaus. Der alte Fuchs Niebergall stellte auch seine Mannschaft um und beorderte Michael Prill ins Startpaar, was für ein Schachzug. Den Michael Prill zeigte sich der Anforderung bewusst und spielte sehr stark auf. Frischling Renè Ott bekam den überragenden Steffen Hönninger an die Seite und im Schlusspaar sollten Stefan Landmann und Julian Böhm alles regeln. Morenden war „on fire“ und die Bahnrekorde purzelten!

Michael Prill (957) legte los wie die Feuerwehr, lag lange Zeit auf Tausenderkurs, bremste sich aber dann auf der letzten Bahn etwas aus. Er beherrschte den Bundesliga gestählten Michael Mossburger (891) klar und lies ihm nicht den Hauch einer Chance. Michael Prill sorgte mit 66 Kegel für die ersten Guten. Geburtstagskind Stefan Kullmann (906) passte sich nahtlos an und beschenkte sich selbst mit einer sehr guten Leistung. Er konnte dadurch Sascha Hammer (888) mit 18 Kegel im Schach halten. 84 Kegel Vorsprung das fing schon mal gut an, die Stimmung im bis zum Rand gefüllten Zuschauerraum war überragend. Beide Lager feuerten ihre Helden frenetisch an und sorgten für ohrenbetäubende Kulisse. Davon sichtlich angestachelt gingen Steffen Hönninger (983) und René Ott (855) in die Bahn. René Ott hatte leider auf der letzten Bahn einen Einbruch, so dass ihm ein besseres Ergebnis verwehrt blieb. Er unterlag dem auf dem anspruchsvollen Geläuf gut zurechtkommenden Bastian Bieberbach (918) mit 63 Kegel. Ein kleiner Rückschlag? Weit gefehlt, es gibt ja noch einen Steffen Hönninger (983). Der zeigte wiedermal wie man die Bahn spielen, Steffen Hönninger brauchte ein bisschen bis er auf Touren kam, aber dann lief die Maschine an. Doch dann, der nächste Schreck, er verdreht sich das Knie und musste eine Verletzungspause nehmen. Der Schreck saß tief beim Morenden, würde er weiterspielen können? Steffen bis die Zähne zusammen und unterdrückte den Schmerz. Da er sein Knie beim Abwurf entlasten musste, spielte er nun die Gegengasse und die saß. Mit insgesamt 20 Neunern holte er sich zwei Bahnrekorde, auf Bahn 4 verdrängte er seinen ehemaligen Mannschaftskameraden Benjamin Schäffler (263) mit 3 Kegel von der Tafel. Außerdem sicherte er sich mit seiner überragenden Leistung erneut den Gesamtbahnrekord, den er erst vor kurzem aufgestellt hatte. Diese außergewöhnliche Leistung brachte zudem seine Mannschaft mit weiteren 123 Kegel in Front. Sein Gegner Jürgen Bieberbach, war weit von seinem Leistungsvermögen entfernt und musste die Niederlage neidlos entgegennehmen. Das Mittelpaar übergab 144 Kegel an das Schlusspaar, das war schon eine mächtige Hypothek für die Franken aus Neustadt. Auch das Schlusspaar lies sich nicht lumpen und spielte stark auf. Stefan Landmann (942) bekam es mit dem Dietmar Gäbelein (898) zu tun. Der Wagnerstädter Landmann gab aber keine Angriffsfläche preis, durch sein starkes Spiel lies er seinem Gegner keine Chance und besiegte ihn mit 44 Kegel. Ein neuer Bahnrekord lag in der Luft. Julian Böhm (916) kam mit stockendem Motor ins Spiel, lief aber bald rund und überzeugte ebenso wie seine Kameraden. Auch er hatte kein Mitleid und zog mit 43 Kegel grußlos an Jochen Geiger (873) vorbei. Und wie schon im letzten Aufeinandertreffen in der Saison 2017/2018 fiel der Bahnrekord, der CKC Morenden Bayreuth schraubte seinen eigenen Bahnrekord um 30 Kegel nach oben, 5559 Kegel sind in Bayreuth schon ein Hit! Der PSV Franken Neustadt spielte unter seinen Möglichkeiten und war an diesem Tag weit entfernt den Bayreuthern gefährlich zu werden, so siegte Morenden in einem Rekordspiel und sicherte sich dadurch die alleinige Tabellenführung. Morenden darf nun als Herbstmeister im ersten Rückrundenspiel, zugleich auch das letzte Spiel vor der Weihnachtspause, den SV Lausch in Bayreuth begrüßen, auch gegen Lauscha muss wieder eine starke Heimleistung her um gegen den starken Aufsteiger bestehen zu können.

Stimmen zum Spiel:

Rüdiger Niebergall (Teamchef CKC Morenden)
Wenn einer vor dem Spiel gesagt hätte das es so ausgeht hätte das keiner von uns gedacht. Das war natürlich schon eine Schippe die wir heute gespielt haben, das spielt man sicherlich so schnell nicht mehr. Aber wenn man drei Bahnrekorde holt und alle mit ziehen dann kann man so was schon mal erreichen. Bei euch hat doch einiges gefehlt, mit 5300 Kegel schlägt man uns zurzeit zu Hause nicht.

Jürgen Bieberbach (Spielführer PSV Franken Neustadt)
Das war ein Spitzenkampf, Bayreuth kann man nur gratulieren, ihr wart voll fokussiert und konzentriert, von Anfang an im Stile einer Spitzenmannschaft und das seid ihr. Bei eurem Bahnrekord waren wir absolut chancenlos, wir hoffen, dass wir trotz der Niederlage die Meisterschaft noch offenhalten können. Vielleicht gibt es ja hintenraus wieder ein Endspiel.