12. Spieltag- DCU 2. Bundesliga Nord

4-Punkte-Spiel gewonnen!

SV Pößneck (5341) : CKC Morenden Bayreuth (5407)

Die 2. Bundesliga Nord ist mehr denn je ausgeglichen, jeder kann jeden schlagen und alles ist sehr eng beisammen. Sowohl nach oben als auch nach unten. Umso wichtiger ist es auch auswärts Punkte zu sichern und dem CKC Morenden Bayreuth gelang ein zwar erhoffter aber nicht unbedingt erwarteter Sieg beim SV Pößneck. Aufgrund der Tabellensituation war es ein sogenanntes 4-Punkte-Spiel und Morenden Bayreuth zog mit Pößneck gleich. Morenden nahm somit Revanche für die schmerzliche Heimniederlage und fügte dem SV Pößneck die bisher einzige Heimniederlage der laufenden Saison zu. Ein wahnsinniges Kampfspiel mit Chancen auf beiden Seiten, beide Mannschaften kämpften verbissen um auf Schlagweite zum Relegationsplatz zu bleiben. Jetzt ist der Anwärterkreis noch größer geworden, aktuell belegt die SKG Bad Soden-Salmünster den begehrten Platz mit 2 Punkten Vorsprung auf das Verfolgerfeld mit 3 punktgleichen Mannschaften, darunter auch der CKC Morenden und der SV Pößneck.

Dem CKC Morenden war die Stärke der Pößnecker bewusst und das einem auf der gut laufenden aber dennoch nicht einfachen Bahn nichts geschenkt werden würde. So schickte Teamchef Niebergall Stefan Landmann (918) und Steffen Hönninger (909) als Startpaar ins Rennen. Beide sollten gleich von Anfang an Druck machen und zeigen das man sich nicht kampflos ergeben würde. Die Taktik ging auch auf, Stefan Landmann zog gleich von Anfang an das Spiel an sich und setzte Tobias Krahner (849) mächtig unter Druck. Der Bayreuther brachte seine Farben gleich mit 69 Kegel in Front. Steffen Hönninger hatte da schon mehr Gegenwehr, sein Gegner Holger Kröber (912) ließ nicht locker und besiegte Steffen Hönninger mit 3 Kegel. Also ein kleiner Vorsprung von 66 Kegel für den CKC Morenden Bayreuth. Im Mittelpaar tummelten sich dann Heiko Bleicher (852) und Stefan Kullmann (931). Heiko Bleicher hatte an diesem Tag den Mitten-Magneten eingeschaltet, er kam einfach nicht von der Mitte weg, was ihm natürlich ein gutes Ergebnis verwehrte. Auch wurden ihm noch ein Schub gestrichen, da die Zeit abgelaufen war. Dies hatte zur Folge das er dem Thüringer Jens Blumenschein (863) in einem niveauarmen Duell 11 Kegel überlassen musste. Doch Stefan Kullmann zeigte sich glänzend aufgelegt, der Bayreuther überzeugte auf ganzer Linie und avancierte sogar zum späteren Tagesbesten. Sein sicheres und druckvolles Spiel bescherte ihm gegen Alexander Pöpplen (886) einen Gewinn von 45 Kegel. Ein Vorsprung von 100 Kegel vor dem Schlusspaar ist gut, aber kein Garant, da man ja um die Qualität des Pößnecker Schlusspaares wusste. Bei Bayreuth kam das bewährte Schlusspaar Julian Böhm (909) und Michael Prill (888) zum Einsatz. Julian Böhm hatte auf die ersten hundert Kugeln leichte Probleme mit der Kugelauflage was sogar mit einer roten Karte endete, doppelt ärgerlich da es sich dabei sogar um einen Neuner handelte, der gestrichen wurde. Aber das schien Julian umso mehr anzuspornen. Ab da reagierte er ruhiger, gelassener und kommentierte nicht mehr jede Kugel, sondern agierte voll konzentriert und souverän. Diese Kehrtwende brachte ihm deutlich zurück ins Spiel so dass er Steffen Kraus (911) wieder Paroli bieten konnte und nur 2 Kegel opfern musste. Im parallel Duell standen sich Michael Prill und der Schnittbeste Pößnecker gegenüber. Daniel Stenzel glänzte diese Saison schon mit 3 Tausendern und als Schnittlisten Führender. Doch auch Michael Prill ist ein Garant für starke Ergebnisse. Doch der Bayreuther konnte an diesem Tag seine Klasse nicht voll ausspielen und auch der Thüringer Stenzel zeigte sich zurückhaltend. So endete das Duell mit dem Vorteil von 32 Kegel für den Thüringer. Dies tat aber dem viel umjubelten Sieg der Wagnerstädter keinen Abbruch mehr. Anscheinend wollten die Bayreuther den Sieg mehr als ihr Gegner, auf jeden Fall hält man sich dadurch alle Türen weit auf. Nun muss man am nächsten Spieltag nachlegen, denn da wäre sogar ein Tabellensprung möglich.

Stimmen zum Spiel:
Rüdiger Niebergall (Teamchef CKC Morenden)
Nach dem das Pößnecker Schlusspaar anfänglich so stark getrommelt hat sah es zeitweise schon bös aus für uns. Dann haben sie sich etwas beruhigt und wir wurden stärker. Einer meiner Spieler brauchte erst eine rote Karte, damit er wieder merkt wie man richtig kegelt, danach hat er richtig stark gespielt. Dafür vielen Dank an den Schiedsrichter, er hat uns mit der roten Karte geholfen. Jetzt sind wir auch wieder im Rennen, an Mühlhausen wird zwar keiner mehr rütteln, aber die Relegation ist noch komplett offen. Mal sehen wie es zum Schluss aussieht, wer den Sprung schafft.

Daniel Stenzel (Spielführer SV Pößneck)
Wir müssen zu Hause über 5400 spielen, sonst wird es immer eng!
Wir gratulieren Bayreuth zum Sieg, ihr hattet heute einfach das glücklichere Händchen.