Wenn man aufgrund der jungen Saison überhaupt davon reden kann so kam es schon zum ersten Spitzenspiel. Der CKC Morenden Bayreuth, der ja mit einem Auswärtssieg in Lauscha gut in die Saison gestartet war traf auf den frisch gebackenen Tabellenführer RW Zöllnitz. Die Thüringer hatten mit einer starken Heimleistung einen der Favoriten den SV Pößneck besiegt. So war also das Feld für einen heißen Tanz bestellt. Vor allem da die Wagnerstädter ja noch eine Rechnung mit Zöllnitz offen hatten, so mussten sie doch in der vergangenen Saison beide Spiele an die spielstarken Thüringer abgeben. Der CKC Morenden war also gewarnt und umso mehr Fragezeichen gab es, da die Bayreuther auf ihren Leitwolf Michael Prill verzichten mussten. Michael Prill ist seit Jahren einer, wenn nicht sogar der beste Spieler von Morenden Bayreuth und sein Fehlen schmerzt natürlich sehr. So war Teamchef Niebergall gezwungen den für den langzeitverletzten Heiko Bleicher nachnominierten René Ott sein Vertrauen zu schenken und der Frischling machte seine Sache sehr gut!

Der Liganeuling Renè Ott (876) bekam den erfahrenen und spielstarken Stefan Landmann (932) als Mentor an die Seite. Beide hatten so ihr Startprobleme, während Stefan Landmann wegen des glatten Anlaufes haderte, merkte man René Ott doch die Nervosität des ersten Bundesligaspieles an. Doch beide bekamen ihr Spiel immer besser in den Griff und konnten sich letztendlich gegen ihre Kontrahenten durchsetzen. Der starke Stefan Landmann setzte mit der späteren Tagesbestleistung gleich ein Signal in die richtige Richtung, er besiegte Thomas Kerntopf (899) mit 33 Kegel. Debütant René Ott fightet verbissen um jedes Holz, durch die starken zweiten hundert Wurf konnte er Michael Plachy (874) noch mit 2 Kegel übertrumpfen und durfte einen guten Einstand feiern. Im Mittelpaar konnte Stefan Kullmann (913) wieder an seine sehr guten Leistungen aus der Vorbereitung anknüpfen, mit seiner starken Leistung machte er den kleinen Blackout aus dem ersten Spiel vergessen. Er konnte in einem gutklassigen Duell gegen Michael Hesse (902) als Sieger hervorgehen und 11 Kegel gutschreiben. Sein Partner Martin Schreglmann (872) hatte leider auf die letzten 50 Wurf etwas Ladehemmung so das ihm ein noch besseres Ergebnis verwehrt blieb. Aber auch er sorgte mit 27 Kegel für ein Plus auf dem Konto. Das waren damit insgesamt 73 Kegel Vorsprung für das Schlusspaar, hört sich gut an aber auf 200 Kegel weiß ein jeder Kegler muss das nichts bedeuten, vor allem hatten die Zöllnitzer auch noch zwei Granaten in der Hinterhand. Doch auch das Morenden Schluss Duo ist ja auch nicht von schlechten Eltern. Doch beide gingen mit Handicaps in die Bahn. Der durch eine Bänderverletzung angeschlagene Steffen Hönninger (898) ging von oben bis unten getapt in das Gefecht mit Ralph Thiele (897). Steffen Hönninger merkte man seine Verletzung schon deutlich an, so startete er mit unterirdischen 129 Kegel in die Vollen, aber im Räumen zeigte er dann mit 99 Kegel wieder seine Klasse und konnte seinem Gegner entscheidende Kegel abnehmen. Dieser hatte einen kleinen Blackout auf der zweiten Bahn, zeigte aber danach wieder was er kann, so entwickelte sich ein starker Fight den Steffen Hönninger mit 1 Kegel gewinnen konnte. Ähnlich entwickelte sich auch der Kampf zwischen dem ebenfalls gesundheitlich angeschlagenen Julian Böhm (887) und Marc Preißler (883). Julian Böhm haderte viel mit dem Fallergebnis seiner Kugeln und brachte sich teilweise dadurch selbst um ein noch besseres Ergebnis, Er blieb aber immer an seinem guten Gegner dran und lies ihm nicht viel Luft zum Entfalten. So konnte auch er seinen Durchgang mit 4 Kegel erfolgreich gestalten. Alle sechs Durchgänge gewonnen, das hört sich deutlicher an als es wirklich war. Die Zöllnitzer kommen immer besser mit den Gegebenheiten in der Morendenfestung zurecht und zeigten auch diesmal wieder ein für eine auswärtige Mannschaft sehr gutes Ergebnis. Gegen die fairen Sportskameraden aus Zöllnitz ist es immer schwierig als Sieger von der Bahn zu gehen.

Stimmen zum Spiel:
Rüdiger Niebergall (Teamchef CKC Morenden)
Ja ihr habt uns letztes Jahr gezwickt, das wollten wir uns diesmal nicht gefallen lassen, ihr habt aber wieder ein Bombenergebnis gespielt. Das spielen auf dieser Anlage mit Sicherheit nicht viele. Wir waren aber heute einen Tick stärker!

Ralph Thiele (Spielführer RW Zöllnitz)
Tja, Rüdiger hat es ja eigentlich schon gesagt, das war heute die Revanche für letztes Jahr. Im Prinzip waren beide Mannschaften immer dicht beieinander, wenn ich meine eine Bahn sehe, naja das war es gewesen, das muss man einfach mal so sagen. Nichts desto trotz fand ich es war ein schönes Spiel, das ist ja das was wir haben wollen, was Spaß macht, ok das Verlieren nicht unbedingt. Wir freuen uns auf das Rückspiel bei uns, mal sehen was wir da machen können!



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