Der zweite Kracher hintereinander in Bayreuth, mit der SG Mühlhausen kam der zweite harte Brocken in die Wagnerstadt. Der Rückrundenauftakt begann mit dem Spiel gegen den Tabellenzweiten und nun auch noch der Bundesligaabsteiger und Tabellenführer der 2. Bundesliga Nord, die SG Mühlhausen. Die Mühlhausener durch die Bank mit sehr guten Spielern bestückt mussten auf Thomas Machts verzichten, was aber die Truppe nicht im geringsten ungefährlicher machte. Der Saisonverlauf zeigt das die SG Mühlhausen die mit Abstand ausgeglichenste Mannschaft ist und sowohl zu Hause wie auch auf den fremden Bahnen den Ton angibt. Ein Kampf auf Biegen und Brechen war also vorprogrammiert, den Morenden Bayreuth ist ja für seine Bahn und Heimstärke bekannt und wollte dem Favoriten unbedingt ein Bein stellen um die Nähe zur Spitze zu halten.

Was dann kam war aber nichts für schwache Nerven, Stimmung, sehr guter Kegelsport und Spannung bis zum Schluss prägten das Spiel. Es wurde das erwartete Kampfspiel zweier starker Mannschaften. Michael Prill (883) wurde diesmal ins Startpaar beordert, diese ungewohnte Rolle schien den Mannschaftsleader doch etwas zu irritieren. Er kam nicht wie gewohnt in sein Spiel und blieb unter seinen Möglichkeiten und lies so Benjamin Keil (949) den Vortritt. Der Mühlhausener spielte ein sehr starkes Ergebnis auf der Bayreuther Bahn und erbeutete 66 Kegel. Gott sei Dank befindet sich Steffen Hönninger (920) zurzeit in einer glänzenden Form. Sein starkes Spiel hielt den CKC Morenden im Spiel, er konnte gegen Steven Hartung (863) 57 Kegel auf der Habenseite verbuchen. So musste das Mittelpaar einen Rückstand von nur 9 Kegel aufholen. Dies sollten Martin Schreglmann (865) und Heiko Bleicher (882) bewerkstelligen. Martin Schreglmann (865) schaffte es wieder nicht sein wahres Potential auszuspielen, er steht sich selbst zu sehr im Weg. Allerdings reichte es in einer schwachen Paarung zum Sieg gegen den Mühlhausener Ersatzmann Karl-Heinz Altreiter (838) und dem Gewinn von 27 Kegel. Hier hätte Martin Schreglmann schon alleine für eine Vorentscheidung sorgen können aber so blieb der Spielverlauf weiter offen. Die Leistungen von Heiko Bleicher (882) stabilisieren sich so langsam, er scheint bald in der Liga angekommen zu sein. Auch wenn noch nicht alles Gold ist was glänzt, so reichte es aber um sein Team mit weiteren 16 Kegel zu unterstützen. Er gewann sein Duell gegen Tobias Preuß (866) knapp, der Thüringer wie auch noch ein paar seiner Teamgefährten hatten so ihre Probleme mit der Anlage. Das Schlusspaar ging nun mit dem knappen Vorsprung von 34 Kegel in die Bahn. Julian Böhm (912) und Stefan Landmann (879) sollten es richten, aber da hatten die Sportkameraden aus dem Unstrut-Hainich-Kreis einiges dagegen. Es entwickelte sich ein Kampf auf Biegen und Brechen, Morenden hatte fast immer die Nase vorn, aber nur fast. Stefan Landmann (879) begann bärenstark und alles sah nach einem Top Ergebnis aus, doch körperliche Probleme brachten einen Bruch in sein Spiel und der starke André Teichmöller (928) kam immer stärker auf. Stefan Landmann musste sich schließlich mit 49 Kegel geschlagen geben. Die Dramatik nahm ihren Lauf, auch der Gegner von Julian Böhm, Gabriel Müller (895) ließ nicht locker und der Kampf erreichte 3 Kugeln vor dem Schluß seinen Höhepunkt, die Gäste aus Thüringen lagen plötzlich mit 5 Kegel in Front. Julian Böhm hatte noch 3 Kugeln und einen Kegel stehen, er lief an und…. ein Fehlwurf. Die Spannung war schon kaum mehr zu ertragen, so knapp vor dem Triumph, würde es gelingen? Julian Böhm traf nun den letzten Keil und hatte noch einen Anschub. Ein Schub würde nun Sieg oder Niederlage entscheiden, der Bayreuther benötigte ein Fünf zum Sieg. Totenstille auf der Anlage Julian Böhm läuft an, auf der Hälfte der Kugelstrecke reißt sein Betreuer Teamchef Niebergall die Arme hoch, „ja er schaffte es“ waren seine Worte. Die Kugel schlug ein und es fielen 7 Kegel. Julian Böhm zeigte mal wieder was in ihm steckt und dass er da ist, wenn es wichtig ist. Morenden schaffte den knappen Sieg mit 2 Kegel Vorsprung und der Jubel kannte keine Grenzen. Morenden konnte wirklich dem Favoriten ein Bein stellen, die Mühlhausener zeigten sich trotz der Niederlage als absolute faire Sportskameraden und würdigten die Leistung und den Bayreuther Erfolg. So macht Kegeln Spaß, ein absolut großartiges Spiel fand einen glücklichen Sieger, der nun mit gestärkten Selbstvertrauen in die erste Pokalrunde am 15.12. 2018 in Bayreuth starten wird.

Stimmen zum Spiel:
Rüdiger Niebergall (Teamchef CKC Morenden)
Was soll man dazu groß sagen, es war das erwartete schwere Spiel, das es natürlich so knapp enden würde konnte man nicht ahnen, wir sind nur froh gewonnen zu haben.

Steven Hartung (Spielführer SG Mühlhausen)
Wir können Bayreuth nur zum knappen Sieg gratulieren, es war spannend bis zum Schluss, mit dem glücklicheren Ende für Bayreuth.



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