Der Bundesliganeuling Morenden Bayreuth konnte sich in der Nervenschlacht von Stadtsteinach nicht durchsetzen und musste den Franken aus Neustadt den Vortritt lassen. Letztendlich setzte sich in dem dramatischen Spiel die erfahrenere Mannschaft durch. Gerade die alten Haudegen wie Jürgen Biberbach und Dietmar Gäbelein, machten den Unterschied aus. Morenden spielte zwar kompakt aber die Ausbrecher nach oben fehlten an diesem Tag. Beide Mannschaften zeigten nicht ihr bestes Spiel, dafür war zu viel Brisanz in der Begegnung auf Augenhöhe. Viel Kampf und eine tolle Kulisse begleiteten das Spiel. Beide Lager hatten eine stattliche Anzahl an Fans hinter sich und die brachten die Anlage richtig zum Kochen. Die Anfeuerungsgesänge nahmen kein Ende und beide Lager versuchten sich auch hier zu übertreffen. Auch der Ausrichter KC Schnitzgögger Stadtsteinach legte sich mächtig ins Zeug und betreute die Teams und Fans hervorragend und sorgte für einen reibungslosen Ablauf des Entscheidungsspieles.

Der Ausfall von Martin Schreglmann lies Teamchef Niebergall nicht viel Spielraum bei der Aufstellung, gerade der zuletzt sehr starke Martin Schreglmann wurde schmerzlich vermisst. Aber jammern hilft nichts, mit solchen Situationen muss man leben. So startete Morenden mit Tobias Rückner (709) und Stefan Landmann (895) sie sahen sich Jürgen Bieberbach (945) und Michael Lohrer (851) gegenüber. Tobias Rückner konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht sein volles Potential abrufen blieb aber an Jürgen Bieberbach dran, musste dann aber doch seinem Körper Tribut zollen und wurde im letzten Durchgang durch Benjamin Schäffler (167) ersetzt. Die große Überraschung in diesen Paarungen war aber das Spiel von Michael Lohrer, der Klassenprimus erwischte einen rabenschwarzen Tag. Der gute Stefan Landmann sagte danke und bediente sich mit 44 Kegel. Die waren auch wichtig, da der stark aufspielende Jürgen Biberbach der Morendenkombination 68 Kegel abluchste. So ging das Morenden Mittelpaar mit 24 Miesen in die Bahn. Das Spiel war immer noch offen. Andreas Schäffler (894) fehlte in machen Situation das Glück und so konnte er dem starken Dietmar Gäbelein nicht ganz folgen und musste 49 Kegel abgeben. Julian Böhm (895) haderte zwar mit dem für ihn ungewohnten Einsatz im Mittelfeld, berufliche und private Verpflichtungen forderten dies. Aber er kämpfte sich wieder rein und hielte seine Farben durch den Gewinn von 59 Kegel gegen die Kombination Sascha Hammer (204) und Tobias Bieberbach (632) weiter im Spiel. Der Vorsprung von Neustadt schrumpfte auf 14 Kegel. Im Schlusspaar sollten Michael Prill (918) und Steffen Hönninger (858) alles richten. Zwischen Michael Prill und Thorsten Kockmann (927) entwickelte sich ein heißer Schlagabtausch und keiner konnte davoneilen. Zuerst konnte Steffen Hönninger die Anfangsschwäche von Jochen Geiger (890) nutzen und Morenden holte sich sogar die Führung. Doch leider konnte Steffen Hönninger nicht sein bestes Spiel aufziehen und Jochen Geiger wurde immer stärker. Michael Prill zog mit 9 Kegel den Kürzeren und Steffen Hönninger musste sich sogar mit 32 Kegel beugen. Der Jubel bei Franken Neustadt kannte keine Grenzen und dem CKC Morenden blieb nichts anderes übrig als den Neustädter zur Meisterschaft und dem damit verbundenen direkten Aufstieg in die Bundesliga zu gratulieren. Der CKC Morenden wünscht den fairen Sportskameraden aus Neustadt alles erdenklich Gute für die kommende Saison im Haifischbecken Bundesliga. Vielleicht kann der CKC Morenden das Wunder noch wahr werden lassen und beim Nachsitzen im Relegationsturnier am kommenden Samstag in Eppelheim den großen Coup landen.

In Eppelheim treffen die drei Zweitplatzierten der zweiten Ligen und der Viertletzte der Bundesliga aufeinander.
- SG Ettlingen (Bundesliga)
- SK Walldorf (2. Bundesliga Süd)
- SG Hainhausen (2. Bundesliga Mitte)
- CKC Morenden Bayreuth (2. Bundesliga Nord)

Stimmen zum Spiel:
Rüdiger Niebergall (Teamchef CKC Morenden)
Wir hatten die Chance das Spiel heute zu gewinnen, wir sind bis zum letzten Räumen nochmal rangekommen, waren dann ich sag mal nicht so erfahren. Wir haben dann viel Einzelne gespielt, haben zwar wesentlich weniger Fehler wie ihr gemacht, konnten es aber nicht ausnutzen. Wir gratulieren euch zum Aufstieg, wer die ganze Saison vorne dran spielt hat euch verdient aufzusteigen. Mal sehen wie das nächste Woche läuft, vielleicht sehen wir uns wieder und ihr dürft wieder auf unsere „Traumbahn“.

Jürgen Biberbach (Spielführer PSV Franken Neustadt)
Dies war ein Spiel das an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten war. Da wünscht man sich solche Spiele, auch wenn es nicht das Niveau war das vielleicht erhofft wurde. Mann hat hier schon arbeiten müssen, von einer Turbobahn war es weit entfernt. Aber es ging heute nicht darum Bahnrekorde zu erzielen sondern um das Spiel zu gewinnen um den direkten Aufstieg zu schaffen. Das war unser Ziel vor der Saison und das haben wir erreicht. Ihr habt als Aufsteiger und das muss man ganz klar sagen eine Megasaison gespielt, überragend, gerade hinten raus habt ihr richtig gute Ergebnisse gespielt. Deshalb wünschen wir euch für die Relegation alles Gute, vielleicht können wir ja nächste Saison mit zwei oberfränkischen Mannschaften in der Bundesliga spielen.



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